Gegen Hunger

Was tun gegen den Hunger auf der Welt?

Die Initiative „Brot für die Welt Jugend“ engagiert sich mit Ideen und Aktionen gegen Hunger und für eine gerechte Welt. Zum Beispiel arbeiten sie an der Aktion „Soja ohne Umwege„. Diese Aktion richtet sich gegen den Einkauf von Sojabohnen aus Südamerika.

  • Wie heißt du und was machst du?

Ich heiße Paula, bin 18 Jahre alt und studiere Lehramt in München. Ich arbeite ehrenamtlich bei der „Brot für die Welt Jugend“.

  • An welchem Projekt arbeitet ihr gerade?

Ich arbeite gerade an der Aktion „Soja ohne Umwege“. Die Aktion ist gegen den Einkauf von Sojabohnen aus Südamerika. Denn die Sojabohnen werden in Deutschland meist an Tiere in großen Ställen verfüttert. Ein Tier muss viele Sojabohnen fressen. Erst dann kann man es schlachten und essen. Das ist eine Verschwendung. Außerdem schadet der lange Transport der Sojabohnen dem Klima. Wir wünschen uns, dass wir Pflanzen mit viel Eiweiß (z.B. Soja) in Europa anbauen. Die Menschen müssen weniger Fleisch und mehr pflanzliche Produkte essen.

  • Warum ist es so schwer gegen Welthunger anzukämpfen?

Viele Ländern stellen Lebensmittel für den Verkauf im Ausland her. Die Menschen dort können sich kaum selbst mit Essen versorgen. Die Felder gehören oft internationalen Firmen. Dieses Problem macht die Klimakrise mit Dürren, Starkregen und Fluten noch schlimmer. In der Europäischen Union bekommen die Landwirt*innen viel Geld vom Staat. So können sie ihre Produkte günstig anbauen und verkaufen. Dadurch sind sie eine große Konkurrenz für Produzent*innen aus dem Globalen Süden. Sie können bei diesen Preisen nicht mithalten und gehen leer aus.

  • Wie hat sich weltweit der Hunger in den letzten Jahren verändert?

Gerade hungern fast 10% der Weltbevölkerung. Lebensmittel sind in den letzten Jahren teurer geworden. Die Ernte ist in einigen Ländern durch extreme Temperaturen und Wasserknappheit weniger. Konflikte machen den Anbau und Handel schwieriger. Die Ukraine kann z.B. durch den Krieg mit Russland nicht mehr so viel Getreide anbauen und verkaufen. Durch die Corona-Krise sind insgesamt noch mehr Menschen von Hunger betroffen. Auch Mangelernährung ist ein großes Problem. Das bedeutet: Menschen bekommen nicht genug Vitamine und Nährstoffe. Kinder entwickeln sich schlechter. Sie leiden unter einer Hungersnot am stärksten.

  • Ziel der UN ist kein Hunger bis 2030. Wie können wir das Ziel erreichen?

Die Landwirt*innen sollten mehr Land selbst besitzen. Dadurch können sie sich selbst und ihre Region mit Lebensmitteln versorgen. In vielen Ländern dürfen Frauen bisher kein Land kaufen. Die langen Transportwege und die Abhängigkeiten müssen wir beenden. Im Moment bauen die Landwirt*innen oft Produkte an, die Menschen gar nicht direkt essen können (z.B. Soja, Futtermais). Viele verschiedene Pflanzen sollen auf den Feldern wachsen. So wird der Boden nicht ausgelaugt.

Auf dieser Seite findest du Aufgaben zu dem Thema. Viel Spaß beim Austesten!

 

 

 

 

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